Jungtieraufzucht bis zur 12. Lebenswoche

Während der Jungtieraufzucht setzen wir auf pelletfreies Futter. Es besteht zum größten Teil aus hydrothermisch aufgeschlossenem Getreide und aus unbehandeltem Hafer.

 

Wir setzen alles daran, dass unsere Jungtiere von klein auf an, ein Futter erhalten, das optimal auf ihre Bedürfnisse abgestimmt ist.

 

Gerade in der Jungtieraufzucht kommt es immer wieder zu "Komplikationen" wie z.B. Kokzidiose-, Clostridien- und Enterocolitisbefall. Diese Ausfälle werden zum Teil durch falsche Fütterung hervorgerufen. Die Jungtiere entwickeln erst im Laufe der Zeit eine aktive Darmflora.

 

Wichtig ist es unserer Meinung nach, ein pelletfreies Futter zur Verfügung zu stellen. Man muss sich immer vor Augen halten, ein Pellet ist ein Pressfutter. Bei der Herstellung der Pellets wird zum größten Teil die Struktur des Futters zerstört. Dem zufolge entsteht bei der Futteraufnahme ein Brei im Magen- und Darmtrakt der Kaninchen, der eine schnelle Sättigung und eine lange Verweildauer im Magen- Darmtrakt zu Folge hat. Durch die lange Verweildauer im Verdauungstrakt können sich demnach die Bakterien im Übermaße vermehren und somit führen sie zu Problemen mit den bereits genannten Erkrankungen. Ein hoher Rohfaseranteil im Futter mit weniger Energiegehalt animiert die Kaninchen zur ständigen Nahrungsaufnahme und somit zu einem höheren Durchsatz im Verdauungstrakt.

 

Wir haben selber mit Pelletfütterung während der Aufzuchtzeit begonnen und haben negative Erfahrungen gemacht. Nach einem Bericht, den wir mit Interesse im Kaninchenzüchter verfolgt haben, haben wir uns mit der Zuchtgemeinschaft Marcel und Tobias Nöppert in Verbindung gesetzt. Nach einem Besuch bei der ZGM Nöppert wurden wir in unserem Bestreben zur Strukturfütterung nochmals bestärkt. Wir bedanken uns bei den beiden auf diesem Wege nochmals ganz herzlich für die kompetente Beratung.

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